Leitlinien zur Förderung ideeller Projekte

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1. Ziele und Schwerpunkte der Projektunterstützung

Ein Anliegen der APDW ist laut Satzung die Unterstützung von Projekten in Ländern Latein- und Mittelamerikas, Afrikas und Asiens. Grundlegendes Ziel dieser Zusammenarbeit  ist die Verbesserung der Lebensbedingungen sowie die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen.

Dazu zählen in erster Linie die Förderung von:

  • Kindergärten und Vorschulen
  • Schulen, mit der Bereitstellung z.B. von Schulbüchern und anderer pädagogischer Materialien
  • kreativen und sozialen Kompetenzen bei Kindern und Jugendlichen
  • Ausbildungswerkstätten für  Jugendliche
  • medizinischer Versorgung und Hygiene
  • Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen

Rein karitative Tätigkeiten, wie sie von vielen Organisationen getätigt werden und zur Linderung der Not und Katastrophenhilfe erforderlich sind, fördert die APDW nicht. Das Engagement der APDW beschränkt sich auf wenige Projekte, deren Begleitung nicht mehr als fünf Jahre, und nur in Ausnahmefällen, länger dauert.

Generell ist die Projektförderung als „Hilfe zur Selbsthilfe“ gedacht. Dem Grundsatz der Nachhaltigkeit folgend werden nur Projekte gefördert, welche die natürlichen Ressourcen und die Umwelt schonen und auch nachfolgenden Generationen Ent-wicklung ermöglichen.

2. Förderfähige Einrichtungen

Förderfähige Einrichtungen sind insbesondere:

Vereine, Selbsthilfegruppen, Dorfgemeinschaften, Genossenschaften, Träger von Sozialprojekten und Nichtregierungsorganisationen (NGO’s).

Die Unterstützung von Privatpersonen, Einzelfamilien oder Privatbetrieben ist nicht Gegenstand der Projektförderung.

Eine Voraussetzung für die Projektförderung ist die Transparenz und Kontrolle der Mittelverwendung, die durch Satzung und Organisationsstruktur der Einrichtung gewährleistet sein muss.

3. Förderantrag und Förderverfahren

3.1 Einen Antrag auf Projektförderung stellt ein Spender oder eine Gruppe von Spendern an den Vorstand der APDW. Der Antrag ist durch eine ausgearbeitete Projektbeschreibung zu begründen, in der Ziele, Zielgruppen, Situationsanalyse, Rahmenbedingungen, Empfängereinrichtung, Organisationsstruktur und Finanzierungsplan erläutert sind. Dem Antrag ist ein Zeitplan mit einer Abgrenzung von Förderphasen beizulegen.

3.2Der Antragsteller benennt einen Projektbetreuer in Deutschland, der als Kontaktperson zu Vorstand und Projektausschuss fungiert und bereit ist, den Organen der APDW jederzeit über den Projektstand zu berichten sowie die geforderten Projektberichte und die Buchhaltungsdokumente vorzulegen. Der Projektbetreuer ist für die Einwerbung der Spendenmittel verantwortlich. Die APDW verfügt über keine Eigenmittel zur Finanzierung von Projekten.

3.3 Projektanträge mit einem Gesamtfördervolumen von über 10.000 € müssen von einer kompetenten, unabhängigen Institution auf Förderfähigkeit geprüft werden. Soweit dies nicht durch FAKT, Stuttgart, oder Bengo o. ä. geschieht, beauftragt die APDW unabhängige Sachverständige gegen angemessenes Honorar bzw. Kostenersatz.

3.4 Die Förderung eines Projekts wird durch den Abschluss eines Arbeitsdienst- oder Werkvertrags (Hilfspersonen-Vertrag)zwischen der APDW und dem Projektpartner vor Ort vereinbart.

4. Projektprüfung, Mittelfreigabe

4.1 Über die Förderung von Projekten und die Freigabe von Spendenmitteln entscheidet der Vorstand. Der Vorstand kann den Projektausschuss mit der Projektprüfung beauftragen. Der Projektausschuss berät den Vorstand. Dieser ist an Empfehlungen des Projektausschusses nicht gebunden.

4.2 Der Vorstand der APDW entscheidet über Zeitrahmen und Umfang der Projektförderung. Nicht im Sinne der Projektziele verwendbare Spendenmittel sind anderen satzungsgemäßen Vereinszwecken zuzuführen. Bei der Weitergabe von Spendenmitteln an Dritte sind die Bestimmungen der Abgabenordnung der Finanzbehörden zu beachten.

Verwaltungskosten der APDW für die Projektförderung werden aus den Spenden gedeckt.

4.3 Die APDW ist rechtlich verpflichtet, die Spenden für die satzungsgemäßen, gemeinnützigen Zwecke zu verwenden. Die Empfängereinrichtung hat keinen vereins- oder steuerrechtlichen Anspruch an die APDW auf Auszahlung der ihr zugedachten Fördermittel.

4.4 Zur Finanzierung der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit in Deutschland kann ein Deckungsbeitrag von bis zu 10% der Projektspenden angerechnet werden.

5. Kontrollmechanismen im Förderzeitraum

5.1 Die APDW kann den Projektverlauf und die Mittelverwendung nicht – wie staatliche oder kirchliche Organisationen – vor Ort in Augenschein nehmen. Somit kontrolliert die Empfängereinrichtung den Projektverlauf und die Mittelverwendung regelmäßig selbst, am besten durch externe Prüfinstanzen wie etwa durch Dachorganisationen, denen die Projekte angegliedert sind.

Zusätzlich kann der Vorstand der APDW jederzeit eine unabhängige Prüfung anordnen, insbesondere bei Einzelinvestitionen über 10 000 Euro. Die Kosten hierfür trägt das Projekt. Die Projektpartner verpflichten sich zur Kooperation bei der Prüfung.

5.2 Zur Prüfung der Mittelverwendung erhält die APDW einen jährlichen Rechen-schafts- und Finanzbericht der Empfängereinrichtung. Dem Bericht sind die Original– Rechnungsbelege beizufügen. Anstelle der Originalbelege kann der Prüfbericht eines zertifizierten Buchprüfers vorgelegt werden. Für die Vorlage der Dokumente ist der Projektbetreuer verantwortlich.

5.3 Die weitere Projektförderung hängt davon ab, dass Projektberichte und nachvollziehbare Abrechnungsbelege rechtzeitig (bis spätestens 30. 9. des Folgejahres) vorliegen.

6. Rückzahlung von Fördermitteln

Ist die Verwendung der Fördermittel nicht belegt oder entspricht nicht den bewilligten Projektzielen, liegt es im Ermessen des APDW-Vorstandes, eine verzinste Rückzahlung zu verlangen.

6. Inkrafttreten

Diese Fassung der APDW-Projektkriterien wurde vom Vorstand am 29. Januar 2010 verabschiedet.